Eines der einfachsten und weit verbreiteten Schutzrelais-Typen ist der UMZ-Schutz bzw. die UMZ-Schutzrelais. 
UMZ Schutz-Relais werden häufig im Mittelspannungsnetz als Abgangs-Schutz eingesetzt, da hier eine einseitige Einspeisung über die Sammelschiene in der Schaltanlage vorliegt und somit keine Vermaschung vorliegt. Die Netztopografie wird dann als Strahlennetz bezeichnet. Die Energieflussrichtung ist hier eindeutig, von der Sammelschiene zu den Verbrauchern. Gibt es weitere namhafte Energieeinspeisungen durch z. B. Photovoltaik- oder Windkraftanlagen, muss dieses u. U. durch Richtungszusätze in den UMZ Schutz-Relais berücksichtigt werden.

Bei eindeutiger Energieflussrichtung wird dann eine Zeitstaffelung zwischen den UMZ – Relais der einzelnen Schutzbereiche eingestellt. Die Überstromansprechwerte sind üblicherweise gleich eingestellt, sodass alle dem Fehler vorgelagerten Schutzrelais angeregt werden. Die Selektivität wird dann durch die Zeitstaffelung erreicht. Das dem Fehler zunächst liegende Relais sollte dann als erstes auslösen und den vorgelagerten Teil des Netzes weiter versorgt lassen. Bei Versagen des „zuständigen“ Relais tritt dann das nächstvorgelagerte Relais durch seine höhere Zeiteinstellung in Aktion und somit wird eine gewisse Redundanz erreicht. In diesem Fall wird natürlich auf Kosten der Selektivität ein größerer Bereich abgeschaltet als notwendig wäre. Ein weiterer Nachteil dieser Schutzeinstellung ist, dass bei sammelschienennahen und daher stromstarken Fehlern die Abschaltzeit am größten ist.

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